Engel landen auf bunten Felsen
Zion Nationalpark
Der 1919 gegründete Zion Nationalpark hat eine Gesamtgröße von fast 600 qkm und liegt im Südwesten des Bundesstaates Utah. Die Landschaft des Parks besteht aus Halbwüste und gehört geologisch zum Colorado-Plateau.
Versteinerte Sanddünen
Diese, um mehrere tausende Meter angehobene Ablagerungsdecke erstreckt sich von Nord-Arizona und Nord-New Mexico bis nach Utah und Colorado. Das bei der Hebung in mehrere Einzelplateaus zerfallene Hochland besteht vorwiegend aus Sand-und Kalksteinschichten. Durch Witterung und Abtragungen entstanden aus ihnen, im Laufe der Jahre, bizarre Gesteinsgebilde. Im Zion Nationalpark haben sich Flüsse ihren Weg durch die Gesteinsschichten gebahnt und tiefe Schluchten hinterlassen. Die Felswände der verschiedenen Schluchten sind bis zu 800 m hoch und tragen religiöse Namen wie: „West Temple“, „Three Patriarchs“, „Mountain of the Sun“ und „Angels Landing“. Die blanken Felswände schimmern je nach den Lichtverhältnissen mal Grau, mal Gelb oder Orange, bis hin zu Rot, Violett und Blau. War der Winter im Park niederschlagsreich, tritt an verschiedenen Stellen der Felswand Wasser aus. Mal als tosender Wasserfall, als breiter Wasservorhang aber auch in Form eines tropfenden Rinnsals. Zions größtes Säugetier ist der Maultierhirsch, dessen Population jedoch durch die im Hinterland lebenden Berglöwen kontrolliert wird. Aber keine Sorge, die großen Raubkatzen sind sehr menschenscheu. Verbreitet sind auch Bighornschafe, Kojoten, Füchse, Waschbären, Erdhörnchen und viele weitere kleine Säugetiere. Die Vogelwelt zählt mehr als 240 Arten. Eine größere Anzahl an Amphibien und Reptilien, darunter die giftige Klapperschlange, gehört ebenfalls zur hiesigen Fauna.
Aktivitäten
Das Parkgelände besteht aus zwei Sektionen, der wenig besuchten „Kolob Canyons Section“ im Nordwesten und der „Zion Canyon Section“ im Südosten. Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich im Zion Canyon und sind von der Parkstrasse aus gut zu sehen und zu erreichen. Beide Teile des Parks eignen sich hervorragend für kurze oder längere Wanderungen. Besonders Wanderungen ins kaum berührte Hinterland sind sehr lohnend. Parkfolder in denen Wanderrouten vorgeschlagen werden sind im Besucherzentrum erhältlich. Die Klettermöglichkeiten sind in diesem Park sehr eingeschränkt, da das Sandgestein an vielen Stellen brüchig ist. Informationen über die gängigen Routen sind ebenfalls im Besucherzentrum einzuholen. Im Sommer werden regelmäßig unterschiedlich lange Reitausflüge angeboten. Der „Virgin River“ gilt unter Anglern zwar als nicht so ergiebig, aber mit einer Lizenz darf hier jeder sein Glück versuchen. Die Angelgenehmigung ist in Hotels und Lebensmittelgeschäften sowie an einigen Tankstellen erhältlich. Von Frühjahr bis Herbst halten Parkranger täglich Naturvorträge und veranstalten kurze oder halbtägige Wanderungen durch das Parkgelände. Abends kann im Saal des Zion Lodge und im Amphitheater des Watshman-Campingplatzes an verschiedenen Diavorträgen teilgenommen werden.
Besucherinformationen
Der Park hat das ganze Jahr über geöffnet. Hauptsaison ist zwischen März und Oktober. Die nächst größere Stadt ist Cedar City und liegt etwa 120 km vom Park entfernt. Informationen über Wander-und Kletterrouten sind im Besucherzentrum erhältlich.
Klima
Die Sommer im Park sind bis auf ein paar Gewitterregen meist trocken. Die Tage sind heiß und die Nächte mild bis kühl. Die angenehmsten Temperaturen herrschen im Frühjahr und im Herbst. Die Winter sind kalt und es schneit selten.
Anreise
Die nächstgelegene Stadt ist Cedar City. Sie liegt etwa 30 km nördlich der „Kolob Canyons Section“ und 100 km nördlich des Zion Canyons. Hier gibt es Autovermietungen und der Flugverkehr ist planmäßig. Las Vegas (Nevada) liegt 250 km südwestlich vom Park entfernt. Im Sommer fahren von Cedar City aus täglich Busse zum Zion Nationalpark.
Camping/Hotels
Beide großen Campingplätze befinden sich am Südeingang des Parks. Der South- Campingplatz verfügt über 144 Einheiten und ist von Mitte April bis Mitte September geöffnet. Der Watchman-Campingplatz, mit 22 Einheiten steht Besuchern das ganze Jahr über zur Verfügung. Ein primitiver, lediglich vier Einheiten umfassender Zeltplatz, befindet sich im mittleren Parkteil bei Lavapoint, in einer Höhe von mehr als 2400 m. Er ist von Anfang Juni bis Mitte Oktober zugänglich.
Im Zion Lodge, das sich mitten im Park befindet, stehen von Frühjahr bis Herbst Unterkünfte und Verpflegung zur Verfügung. Im Sommer sollten für das Hotel Reservierungen vorgenommen werden. Außerhalb und südlich des Parks, in Springdale sowie im östlich gelegenen Mt. Carmel gibt es mehrere Hotels, die das ganze Jahr über geöffnet sind. In Springdale gibt es einige Lebensmittelgeschäfte.
Besucherzentrum
Die beiden Besucherzentren des Parks befinden sich in der „Zion Canyon Section“ im Südosten des Parks, sowie in der „Kolob Canyons Section“ im nordöstlichen Parkgebiet. Beide Zentren sind ganzjährig geöffnet. Kleine Ausstellungen und kurze audiovisuelle Vorführungen veranschaulichen die Geschichte, Geologie und Biologie der Parkregionen.