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Hawaii Volcanoes National Park

Der Sitz der Feuergöttin

Der bereits 1916 gegründete Hawaii Volcanoes Nationalpark hat eine Gesamtgröße von über 900 qkm und liegt auf dem "Big Island", wie die Vulkaninsel Hawaii von ihren Bewohnern genannt wird. Sie ist die südlichste, jüngste und größte Insel des Hawaii-Archipels. Hauptattraktion sind die beiden, über 4.000 m hohen, immer noch aktiven Vulkane Mauna Kea und Mauna Loa.

Aktive Vulkane und dichter Dschungel
Die beiden riesigen Schildvulkane entstanden vor etwa drei Millionen Jahren aus zahlreichen Lavaströmen, in 5.000m Tiefe auf dem Meeresboden. Mit insgesamt 9000 m Höhe vom Meeresgrund aus gerechnet, gehören die aktiven Vulkane zu den höchsten Gebirgsformationen der Welt. Der besonders aktive Nebenvulkan Kilauea ist inzwischen auf die stolze Höhe von mehr als 1.200 m herangewachsen. Er liegt östlich des Mauna Loa. In seinem Krater Halemaumau soll der Legende nach die Feuergöttin Pele ihren Sitz gehabt haben. Der Nationalpark spiegelt etwa 70 Millionen Jahre vulkanische Tätigkeit wieder. Die Evolution hat dabei deutliche Spuren hinterlassen. In der letzten Zeit wurden fast jedes Jahr Vulkanausbrüche verzeichnet. Die Calderen  und die aktivsten Gebiete dieser so genannten Schildvulkane, befinden sich innerhalb der Parkgrenze. Die Parkstraße verläuft um die Kilauea-Caldera herum, durch die weite und wüstenhafte Landschaft der schwarzen Lavafelder, in einen Dschungel aus gigantischen Baumfarnen, entlang einer Reihe kleiner Krater bis hin zur palmengesäumten Pazifikküste. Ein besonderes Erlebnis ist es, den Ausbruch eines Vulkans mit eigenen Augen mitzuerleben. Aus sicherer Entfernung können Besucher hier gefahrlos die Feuerbrunnen und die glühenden, talwärts strömenden Lavaflüsse beobachten. Die Lava dieser Vulkane ist nicht nur außerordentlich heiß sondern auch besonders dünnflüssig. Sie fließt bis zu 40 km weit. Neben den geologischen und landschaftlichen Eigenheiten des Nationalparks ist auch die Tier- und Pflanzenwelt, insbesondere die Vogelwelt, sehr außergewöhnlich. Mehr als die Hälfte des Nationalparks besteht aus Wildnis. Den Besuchern bieten sich ungewöhnliche Möglichkeiten zum Wandern und Campen. Als Anerkennung seiner biologischen Bedeutsamkeit wurde der Hawaii Volcanoes Nationalpark 1980 zum Internationalen Biosphärenreservat erklärt.

Aktivitäten
Im Nationalpark wurden über 200 km Wanderwege angelegt. Die Trails führen durch die subtropischen Wälder, durch Lavawüsten, entlang der Pazifikküste oder bis zum mehr als 4.000 m hohen Kraterrand des Mauna Loa. Bei langen Wanderungen stehen für die Besucher einige Hütten und Unterstände für die Nacht bereit. Für ihre Benutzung sind jedoch eine Genehmigung und die frühzeitige Reservierung bei der Parkverwaltung erforderlich. Wer eine mehrtägige Tour unternehmen möchte, muss über die Besonderheiten des Parks gut informiert sein und an eine ausreichende Wasserversorgung denken. Nicht überball im Nationalpark ist Wasser verfügbar. Informationen und Wandergenehmigungen können im Besucherzentrum bezogen werden. Im Sommer bieten die Ranger geführte Wanderungen durch den Nationalpark an. Bei den Besucherzentren Kilauea und Wahaula werden abends regelmäßig Diavorträge über die Geologie und Biologie des Hawaii Volcanoes gehalten. Etwa fünf km hinter dem Parkeingang befindet sich das Thomas A. Jagger Museum, das über Geologie und  Kultur auf Hawaii informiert.

Besucherinformationen 
Ein Besuch im Hawaii Volcanoes Nationalpark ist das ganze Jahr über empfehlenswert, und auch das ganze Jahr über möglich. Die Anreise kann nur per Flugzeug erfolgen. Regenkleidung und Wanderschuhe sollten zu jeder Jahreszeit zum Reisegepäck gehören. Hauptbesucherzeit ist der Sommer, obwohl das Klima das ganze Jahr über sehr angenehm ist.

Klima
Im Nationalpark gibt es verschiedene Klimazonen. Diese hängen von der Höhenlage ab. Besucher sollten sich das ganze Jahr über auf unterschiedlichste Witterungsverhältnisse einstellen. Regenkleidung sollte ganzjährig zum Reisegepäck gehören. Das Wetter in der Gipfelregion ändert sich ständig und kann jederzeit kalt und regnerisch sein. Die Temperaturen an der Pazifikküste sind dagegen sehr heiß. Die Luft ist hier sehr trocken und es ist stets windig.  

Anreise
Hilo, der Hauptort der Insel Hawaii wird, von einigen wenigen Fluggesellschaften von den USA aus direkt angeflogen. Honolulu auf der Insel Oahu ist jedoch Hauptanflugsziel. Zwischen Honolulu und Oahu verkehren täglich mehrere kleine Flugzeuge örtlicher Fluggesellschaften. Am Flughafen von Hilo können Leihwagen und Campingfahrzeuge gemietet werden. Über die Stateroute SR 11 erreichen Besucher nach etwa 45 km den Nordosteingang des Nationalparks. Zum Südosteingang sind es auf den Stateroutes 11 und 13 etwa 50 km. Öffentliche Busverbindungen in den Park bestehen nicht, private Unternehmen bieten jedoch von Hilo aus, Unternehmungen in den Nationalpark an.

Camping/Hotels
Im Nationalpark gibt die drei kleinen Campingplätze Kamoamoa, Kipuka Nene und Namakani Paio. Alle verfügen über fließendes Wasser und Toiletten. Sie sind das ganze Jahr über zugänglich. Eine Reservierung ist nicht möglich, da hier das "Wer zuerst kommt"-Prinzip gilt.
Im Park gibt es außerdem sieben Backcountry Campingplätze. Sechs von ihnen verfügen über primitive Unterstände, so genannte Shelters, in denen übernachtet werden kann. Drei "Hike-in"-Zeltplätze verfügen über Hütten (Cabins) mit Schlaf- und Kochmöglichkeiten. Für die Übernachtung in den Shelters und Cabins sind eine kostenlose Bewilligung und die Reservierung bei der Parkverwaltung nötig. Das Volcano House-Hotel mit angeschlossenem Restaurant ist ganzjährig geöffnet. In den Monaten Juli und August wird eine Reservierung angeraten. In Hilo und an den Verbindungsstrassen zum Park befinden sich weitere Hotels. Hilo verfügt außerdem über einige größere Lebensmittelgeschäfte. In der am Nordosteingang gelegenen Siedlung Volcano, sowie in der Siedlung  Kalapana, die etwa sechs km des Südosteingangs liegt, können ebenfalls Nahrungsmittel gekauft werden. Alle Übernachtungen auf einer der Hawaii-Inseln sollten möglichst im Voraus durch ein Reisebüro organisiert werden. 

Besucherzentrum
Das Kilauea-Besucherzentrum befindet sich am Nordosteingang des Nationalparks. Es bietet eine Ausstellung über die Vulkane im Park an und zeigt regelmäßig Filme über die Besonderheiten des Parks. Das Wahaula-Besucherzentrum liegt am Südosteingang des Nationalparks und zeigt ebenfalls eine kleine Ausstellung, die die hawaiianische Kulturgeschichte eindrucksvoll schildert. In der Nähe des Besucherzentrums befindet sich eine alte Tempelruine, die besichtigt werden kann.

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Server: AvigoProd02   Session: 7542FB911EC35BF8229A8AC4974DC9DE.prod02   Release: 11.21.00.0   vom: 15.04.10