Jeeptour durch die Halbwüste
Capitol Reef Nationalpark
Der 1971 gegründete Capitol Reef Nationalpark hat eine Gesamtgröße von etwa 980 qkm und liegt im mittleren Süden des Bundesstaates Utah. Hauptattraktion des Parks ist die beeindruckende Wildnis aus Sandsteingebilden und turmhohen Felsen.
Sandsteingebilde und blühende Kakteen
Der Nationalpark liegt auf dem 2.000 m hohen Colorado-Plateau, aus dessen Sandsteinschichten sich in Jahrmillionen form-und farbenreiche Erosionsgebilde entwickelt haben. Steinbögen, Türme, Canyons und Dome leuchten in Farbtönen von Rot über Braun bis Blassgelb.
Kilometerlange, tiefe Schluchten ziehen sich durch den Gebirgszug. Sie können auf kurzen Wandertouren besichtigt werden. Weitere Wanderwege führen zu den Steinbögen, in Canyons und zu zahlreichen Aussichtspunkten, die einen malerischen Ausblick die Gebirgslandschaft bieten.
Die Säugetiere von Capitol Reef halten sich tagsüber vorwiegend in Höhlen und an schattigen Plätzen auf. Im Park leben Maultierhirsche, Füchse, Ringtail, Hasen, Biber und Eichhörnchen, und auch Fledermäuse und verschiedene Vogelarten sind hier beheimatet. Echsen und Schlangen sind sehr häufig vertreten, ihnen begegnen Besucher jedoch kaum.
Der Nationalpark liegt in der oberen Sonora-Wüste. Steinkiefern, Wachholder, Yuccapalmen und Kakteen prägen die Landschaft der Sandsteinwüste. Die Flussufer, besonders das Ufer des Fremont River, säumen hochgewachsene Baumwollpappeln. Wenn im Winter genügend Regen fällt, erblühen im Frühling zahllose Wildblumen, kleinere Kakteenarten und Yuccapalmen.
Aktivitäten
Zu den beliebtesten Aktivitäten der Besucher gehören Wanderungen und „Jeeping“ durch das Parkgelände. Die angenehmsten Jahreszeiten für Wandertouren sind Frühling und Herbst. Im Sommer ist es für Wanderungen zu heiß, im Winter zu kalt. Am unbefestigten „Scenic Drive“ und der State Route 24 beginnen kurze Wanderwege, die zu den Schluchten, Sandsteingebilden und Aussichtspunkten des Parks führen. Der nördliche und der südliche Teil des Parkgeländes eignen sich besonders gut für ausgedehnte Wandertouren.
Sie sind beide nur mit geländetauglichen Fahrzeugen erreichbar. Trinkwasser muss bei längeren Wanderungen immer mitgenommen werden. Für Besucher die ein 4WD „off-road“-Fahrzeug besitzen, lohnt sich die 100 km lange Dirt-Road-Tour ins Cathedral Valley. Im westlichen Teil des Parks, in der Nähe des Örtchens Torrey beginnt ein weiterer Jeep-Pfad. Er führt am Thousand Lake Mountain vorbei und endet ebenfalls im Cathedral Valley. Von hier aus können der Salomonstempel und das noch 30 km weiter entfernten „Last Chance Desert“ erkundet werden.
Private Veranstalter in Torrey bieten im Sommer Geländefahrten durch den Nationalpark an. Zwischen Mai und September werden im Amphitheater des Campingplatzes jeden Abend Diavorträge über die Natur und die Geschichte des Parks gehalten. Park-Ranger begleiten tagsüber kleine Besuchergruppen auf kurzen Wanderungen und informieren über Wissenswertes. Im Park gibt es außerdem Radwege und Picknickplätze.
Besucherinformationen
Der Capitol Reef Nationalpark ist ganzjährig geöffnet. Hauptsaison ist zwischen März und Juni, sowie von September bis November. Die nächst größere Stadt heißt Green River und liegt ungefähr 130 km vom Nationalpark entfernt. Haustiere müssen im Parkgelände angeleint werden.
Eintritt
Der Eintritt in den Park beträgt für Autofahrer $4, für Motorrad- und Fahrradfahrer sowie Fußgänger nur $2. Der Eintrittspreis ist für eine Woche gültig.
Klima
Das Klima im Park ist typisch für die Halbwüste. Die Sommer sind mit Tagestemperaturen von über 35 Grad Celsius sehr heiß, die Nächte dagegen sehr kühl. Frühjahr und Herbst sind angenehm mild, die Winter eisig kalt. Die geringe Niederschlagsmenge von jährlich 18 cm fällt vorwiegend zwischen Juli und September. In diesen Monaten kann es zu Gewitterschauern, kurzzeitigen Überflutungen sonst ausgetrockneter Bachbetten und überraschendem starken Anschwellen kleiner Flüsse kommen.
Anreise
Salt Lake City (Utah) liegt 360 km nördlich, Cedar City (Utah) südwestlich und Grand Junction (Colorado) 320 km nordöstlich des Parks. Alle drei Großstädte verfügen über planmäßigen Flugverkehr und Autovermietungen. Busse verkehren täglich zwischen jeder dieser Städte und dem Park. Busfahrten führen nicht nur zum, sondern auch durch den Park und die Fahrer halten nach Verlangen der Besucher an beliebigen Stellen an.
Camping/Hotels
Im Park gibt es einen kleinen und einen großen Campingplatz. Der große Fruita Campground verfügt über 53 Einheiten und liegt nur zwei km vom Besucherzentrum entfernt. Der kleine, komfortlose Cedar Mesa Zeltplatz verfügt über nur vier Einheiten und befindet sich etwa 30 km südlich von der State Route 24. Auf ihm gibt es kein fließendes Wasser. Innerhalb des Parks gibt es keine Unterkünfte und Verpflegungsmöglichkeiten.
Das westlich des Parks gelegene Torrey und die östlich gelegene Ortschaft Hanksville verfügen über Motels, Restaurants und Lebensmittelgeschäfte.
Besucherzentrum
Das Besucherzentrum befindet sich im Nordwesten des Parks, in der Nähe der State Route 24. Es ist täglich von 8.00 bis 16.30 geöffnet, am 25. Dezember geschlossen. Eine kleine Ausstellung und eine Diaschau informiert über Besonderheiten des Parks.