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Fußangeln und Fettnäpfchen

Im Supermarkt
Die Gänge in den Supermärkten sind viel breiter als die heimischen. Nur logisch in einem Land der unendlichen Weiten. Das bedeutet: Abstand halten zu dem nächsten Einkaufswagenfahrer oder zumindest bei „Grenzüberschreitungen“ ein „Pardon“ auf den Lippen zu haben. 
In den meisten Supermärkten werden Ihre Einkäufe vom Kassierer in die Tasche eingepackt – ein klassischer Schülerjob. Nur sind die meistens jünger als 21 Jahre und dürfen alkoholische Getränke nicht anfassen. Daher müssen bei Scannerkassen entsprechende Getränke selbst über das Band gezogen werden.

Nach dem ausgiebigen Kaufrausch im Supermarkt werden die Einkaufstüten zum Auto auf dem Parkplatz gebracht. Diese Leistung verdient eine Anerkennung von einem bis zwei US Dollar.

An der Tankstelle
Das Tankstellenpersonal steht in Sachen Trinkgeld auf dem Schlauch. Aber wenn Sie mit dem Service sehr zufrieden sind, sollten Sie dies mit einem Trinkgeld ab 25 Cent zum Ausdruck bringen.

Steuern
Je nach Bundesstaat wird für die Waren vier bis acht Prozent Mehrwertsteuer berechnet, die nicht auf dem Preisetikett steht. So schlägt für manche erst an der Kasse die Stunde der Wahrheit.

Vor allem bei den Hotels sollten Sie darauf achten, ob der angegebene Preis die Mehrwertsteuer enthält. In New York beträgt sie beispielweise  16,25 Prozent.

Blaue Momente
Die Prohibition ist vorbei. In den ganzen USA? Nein, einige Landkreise leisten Widerstand, sind „dry counties“. Dort ist der Alkoholverkauf verboten.
In anderen Gegenden ist es nur unschicklich, am Tage des Herrn, Sonntag, ein Sixpack oder Wein zu kaufen.

Eine Flasche Bier oder gar Wein und Schnaps auf der Straße oder im Park zu trinken, ist in vielen Bundesstaaten verboten. Umhüllt hingegen eine blickdichte Tüte das Getränk, geht natürlich jeder davon aus, dass nur Milch konsumiert wird...

Blauer Dunst
Wo tut’s eigentlich der Marlboro- Mann? Im Flugzeug nicht, auch in öffentlichen Gebäuden hat er keine Chance. In einigen Restaurants gibt es abgetrennte Raucherzonen und die haben immerhin einen unterhaltsamen Blick auf die Küchentür. Das Rauchen auf der Straße ist in manchen Gegenden ebenfalls verboten.

In Büros wird selbst das Vorhandensein eines Aschenbechers als unschickliche Ermutigung zum Rauchen angesehen und ist unter Strafandrohung verboten. Tja, wo tut's eigentlich der Marlboro-Mann?

Höflichkeit
Das rheinische „Wie isset?“ übersetzt die Begrüßungsformel „How are you“ am besten.  Niemand, der diese Frage freundlich stellt, möchte eine Wasserstandsmeldung in Sachen Befindlichkeit des Gegenübers bekommen.

Er sagt einfach nur „Hallo“ und erwartet, dass es dem Befragten zumindest „great“ geht.
Werden Ihnen Fremde vorgestellt, drücken Sie ihrer Freude darüber am besten mit einem „Nice meeting you“ aus. Auch beim Abschied betonen Sie noch mal, wie sehr es sie gefreut hat, den Menschen getroffen zu haben.

Bei der Behörde
Auch die Behörden pflegen einen freundlichen Umgangston mit dem Publikum. Aber ein „I`ll try and see what I can do for you“ ist nur ein nett verpacktes  "Nein”.

   
   

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