Baltimore Überblick
Revitalisierte Seefahrerstadt
Oftmals bezeichnet als "Charm City", ist Baltimore mit 760.000 Einwohnern die größte Stadt Marylands und mit ihrer Lage am Ende des Patapsco Rivers, der in die Chesapeake Bay mündet, auch heute noch wichtiger Handelshafen und Zentrum des Schiffsbaus. In den letzten Jahren entwickelte sich die Stadt zudem immer mehr zu einem beliebten Touristenziel, insbesondere auch für Besucher aus den Nachbarstaaten, die den Mix aus kleinstädtischer Gastfreundschaft und großstädtischer Finesse zu schätzen wissen. Baltimore vereint eine interessante Mischung aus eigenwilligen Stadtteilen, historischen Sehenswürdigkeiten und moderner Architektur.
Benannt nach dem zweiten Lord Baltimore, George Calvert, wurde die Stadt 1729 gegründet und zählte in ihren Anfängen 900 Einwohner. Der erfolgreich verlaufende Revolutionskrieg gegen die Engländer, den Baltimore unbeschadet überstand, brachte der Stadt nicht nur wachsenden Wohlstand; das stolze Hissen der amerikanischen Flagge in Fort Henry bedeutete außerdem die Geburtsstunde der amerikanischen Nationalhymne. Als südlichste der Nord-Städte - Baltimore befindet sich etwa 95 km südlich der "Mason-Dixon Line", die Trennlinie zwischen den früher sklavenhaltenden Südstaaten und den die Sklaverei verbietenden Nordstaaten - nahm die Stadt immer so etwas wie eine Zwitterstellung ein, die sich keiner regionalen Identität anpasste. Während des Bürgerkriegs vertrat die Stadt weder die Position der Unionisten noch der Konföderierten.
Der Bezirk des Inner Harbour ist zentraler Anlaufpunkt für Touristen und Besucher. Das Geschäftsviertel befindet sich unmittelbar nördlich und westlich vom Inner Harbour; hügelaufwärts kommt man zum Nobel-Bezirk Mount Vernon. Little Italy, Fells Point und Canton die sich östlich vom Inner Harbour befinden, erreicht man am besten per Wassertaxi. Federal Hill liegt südlich vom Inner Harbour.
Mit Baltimore sind eine Reihe berühmter Namen verknüpft: Baseball-Legende Babe Ruth - Fans dürfen einen Besuch des Babe Ruth Birthplace und Museum in der Emory Street keinesfalls versäumen - erblickte hier das Licht der Welt. Der Schriftsteller Edgar Allen Poe sowie die Blues-Sängerin Billie Holiday haben ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Und die bei den Engländern als "zweifach geschiedene Mrs. Simpson" bekannte Wallis Warfield, die König Edward VIII heiratete und damit seine Abdankung beschwor, lebte viele Jahre im Bezirk von Mount Vernon.
Ungeachtet des Großbrandes im Jahr 1904, der 1500 Gebäude zerstörte, trotz der verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Großen Depression in den 30er Jahren, die den Verfall der Stadt schon benahe besiegelt hatten: Baltimore ist eine Erfolgsstory städtischer Erneuerungspolitik, eine Großstadt, die sich seit den 80er Jahren zu einem lebendigen, an Attraktionen reichen Reiseziel gewandelt hat.