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Oklahoma Überblick

Das Land der roten Menschen

Obwohl Oklahoma einer der jüngsten Staaten der USA ist, reicht seine Geschichte doch weit zurück. Nicht umsonst wirbt das Land für sich mit dem Slogan "Native America" - in keinem anderen Bundesstaat ist der Anteil der indianischen Bevölkerung so hoch wie in Oklahoma. Entsprechend ist die indianische Kultur in weiten Teilen des Landes präsent. Darüber hinaus überrascht Oklahoma mit seiner landschaftlichen Vielfalt: grüne Wälder und fruchtbares Farmland, Bergregionen sowie hunderte von Flüssen und Seen.

Oklahoma gehört größtenteils zum Zentralen Tiefland (Interior Plains), das im Osten von den Ozark und Ouachita Mountains begrenzt wird und im Westen in die Great Plains übergeht. Annähernd 24 Prozent der Fläche sind bewaldet. Der Name Oklahoma ist indianischen Ursprungs und setzt sich zusammen aus "Okla" (Menschen) und "Humma" (Rot). Mit einer Strecke von 400 Meilen hat Oklahoma von allen Staaten den größten Anteil an der Route 66.

Hauptstadt und größte Stadt des Staates ist Oklahoma City, deren Entstehung insofern eine Besonderheit ist, als dass sie auf einen einzigen Tag datiert: den 22. April 1889. Damals gab der amerikanische Kongress zwei Millionen Morgen Land für nicht-indianische Siedler frei - die Folge war ein "Land Run", aus dem eine rasant wachsende Stadt hervorging. Erdölfunde im Jahre 1928 und damit einhergehender Wohlstand beschleunigten diese Entwicklung.

Oklahoma City hat eine Reihe von interessanten Museen zu bieten, darunter das "State Museum of History" und das "National Cowboy and Western Heritage Museum". Das "Martin Park Nature Center" und "Myriad Botanical Gardens" sind wundervolle grüne Oasen inmitten der Stadt. Keinesfalls versäumen sollte man "Stockyards City", den größten Viehmarkt der Welt, bei dem Besucher u. a. Viehauktionen der Cowboys verfolgen können.

Das nordöstlich gelegene Tulsa, zweitgrößte Stadt Oklahomas, war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als "Oil Capital of the World" bekannt. Hier haben die großen Ölgesellschaften ihren Sitz. Tulsa ist eine wohlhabende Stadt, die von allem etwas zu bieten hat: Cowboys und klassisches Ballett, Art-déco-Gebäude und Wolkenkratzer, Rodeos und Football - kurz, eine Mischung von Kultur, Historie und modernem Großstadtleben.

Zu den sehenswerten Museen der Stadt zählt das "Gilcrease Museum", das großartige Sammlungen von indianischem Kunsthandwerk und Artefakte des amerikanischen Westens präsentiert. Ferner ist das "Philbrook Museum" einen Besuch wert. Die Villa im italienischen Renaissance-Stil gehörte früher einem Ölmagnaten und präsentiert heute beeindruckende Sammlungen asiatischer, europäischer und indianischer Kunst.

Südlich von Tulsa befindet sich in Muskogee das "Five Civilized Tribe Museum". Es erinnert an den "Trail of Tears", der hier sein Ende fand: 1830 wurden die Indianervölker Cherokee, Choctaw, Chickasaw, Creek und Seminole aus ihren Stammesgebieten im Osten der USA vertrieben.

Zeugnisse der Indianerkultur finden sich darüber hinaus in Anadarko. Die Kleinstadt im Westen Oklahomas bezeichnet sich als "Indian Capitol of the Nation" - im Umland der Stadt sind 64 Indianerstämme beheimatet. Lohnenswert ist ein Besuch der nahe gelegenen "Indian City", wo sieben verschiedene Indianerstämme ansässig sind.

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