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Surfen, Tauchen, Angeln

Paradies für Wasserratten

Die hawaiische Inselkette ist ein erstklassiges und weltbekanntes Surfgebiet. Das türkisfarbene Meer, die traumhaften Strände und die Hintergrundkulisse majestätischer Berge inspirierte selbst König Kamehameha, auf den Wellen zu reiten. Von vielen wird der Surfsport als eine moderne amerikanische Lebensart angesehen, doch Vorläufer dieses Sports entwickelten sich bereits vor Jahrhunderten auf den polynesischen Inseln. Im 8. Jahrhundert trat der Surfsport seinen Siegeszug nach Hawaii an. Petroglyphen (Felsinschriften), die auf Hawaii entdeckt wurden, zeigen, dass sich die Inselbevölkerung bereis vor Jahrhunderten für diese Wasseraktivität begeisterte.

Es gib keinen Zweifel, dass der North Shore von Oahu ein Mekka für jeden Surffan darstellt. Der Strand hier ist legendär für seine gigantischen und perfekten Wellen, die Surfenthusiasten das ganze Jahr über anlocken. In den Sommermonaten sind die Wellen auch für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet, doch in den Wintermonaten von November bis März sollte man das Feld besser den Profis und Surfexperten überlassen: die Wellen können dann eine Höhe von sagenhaften 15 Metern und mehr erreichen. Diese extremen Surfbedingungen sind selbst für ausgebuffte Könner bisweilen lebensgefährlich.
Von Anfang November bis Ende Dezember versammeln sich am North Shore die weltbesten Surfcracks, um an zahlreichen renommierten Wettkämpfen teilzunehmen, darunter "The Van's Triple Crown of Surfing", der "Rip Curl Cup" am Sunset Beach und die "XBox Gerry Lopez Pipeline Masters". Wer's etwas langsamer angehen möchte, der sollte sich zum Waikiki Beach begeben, wo die langen, aber flachen Wellen und eine friedliche Brandung ideale Bedingungen für Einsteiger bieten.

Tauchen

Tauchen auf Hawaii ist eine unvergleichliche Erfahrung. Umgeben von dem kristallklaren Wasser des azurblauen Pazifik sowie Schwärmen von Regenbogenfischen eröffnet sich Tauchern eine Welt voller Naturwunder. Jede der acht Inseln Hawaiis verfügt über einmalige Tauchstätten mit einer Vielzahl an Meerestieren, farbenprächtigen Korallenbänken und bizarren Lavaformationen. Die meisten Tauchgänge werden an der ruhigeren, leewärts gerichteten Küste der Inseln durchgeführt, wo die Sichtweite oftmals mehr als 30 Meter beträgt. Am zweckmäßigsten ist ein Tauchgang vom Boot aus, da das Tauchen vom Strand sehr abhängig ist von der Stärke der Brandung und der Höhe der Wellen.

Kaua'i besitzt zehn erstklassige Tauchplätze sowohl an den Nord- als auch an den Südstränden. In den Sommermonaten, wenn das Meer ruhig ist, kann man von den Stränden Keé Lagoon, Tunnels Reef und Cannons aus bis in Tiefen von 20 Metern tauchen. Die Südstrände auf Kaua'i bieten Tauchausflüge vom Boot aus - allerdings sollte man hierbei schon eine gewisse Erfahrung mitbringen. Geheimtipp ist Ni'ihau, wo sich Mönchsrobben und Delfinschwärme Seite an Seite mit den Tauchern tummeln. Die Tauchplätze auf Big Island befinden sich überwiegend an dem Küstenstreifen von Kona und Kohala. Besonders lohnenswert sind Cavern Point, Place of Refuge, Kailua Pier, Pine Trees und Red Hill. Auf Maui, Lana'i und Moloka'i treffen Unterwasser-Forscher ebenfalls auf traumhafte Plätze. Mau'is Westküste besticht durch Honolua Bay, Olowalu und Five Caves. Ein kurzer Bootsausflug zum Molokini Crater führt zu vier weiteren spots, die sich allesamt am Rand dieses Jahrtausende alten, versunkenen Vulkans befinden. Höhepunkte sind die schwarzen Korallen und Schwärme mit zahmen Fischen, die sich streicheln lassen. Auf Oahu schließlich eröffnen Waimea Bay, die Küste von Wai'anae ud die Bucht von Maunalua Tauchern eine Unterwasser-Wunderwelt.

Tipp: Wenn Sie einen Tauchlehrgang besuchen und ein Zertifikat erwerben möchten, dann achten Sie bitte darauf, das Ihr Lehrer bzw. die Tauschschule ein Zertifikat von PADI oder NAUI vorweisen kann. Die Dauer eines Lehrgangs beträgt je nach Intensität zwischen  zwei und fünf Tagen.

Angeln

1977 wurde Hawaii von der Zeitschrift "Hawaii Fishing News" treffend als sogenannte "Blue-Marlin-Metropole" bezeichnet. Die ruhigen Gewässer vor der Kona Coast auf Big Island sind berühmt für eben besagten Blue Marlin, den Gelbflossen-Thunfisch, den Striped Marlin, Black Marlin, Dorado, Wahoo und Schwertfisch.

Das Angeln direkt an der Küste - bei mehr als 1400 km fischreicher Küstenlinie ein El Dorado für alle Petrijünger - stellt an die Angler höchste Ansprüche: so kann man mit etwas Glück und der entsprechenden Angelrute die bis zu 100kg schweren Uluas erwischen. Und nicht zuletzt treffen selbst See- und Flussangler auf eine nicht unerhebliche Vielfalt an Süßwasserfischen auf Hawaii, darunter Regenbogenforellen, Barsche und Welse.

Besonderer Nervenkitzel bietet der populäre Midnight Shark Hunt, die mitternächtliche Jagd auf Haie. Wer seine Nächte lieber auf hoher See denn in verqualmten Nightclubs verbringen möchte, der kann für etwa $125 Dollar (bei einer Gruppe ab 3 Personen) an Oahu's Südküste besondere Haiarten aufspüren, jagen und angeln. Das Boot verlässt um 22.00 Uhr den Hafen und kehrt nach drei Stunden gegen 1.00 Uhr nachts zurück. Und sollten sich Umweltschützern jetzt die Nackenhaare sträuben: Alle Haie werden nach erfolgtem Fang wieder in die Freiheit entlassen!

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