Memorial Day - Der ruhige Gedenktag
Der Memorial Day ist für jeden US-Amerikaner ein ganz besonderer Feiertag. Immer am letzten Montag im Mai gelegen, wird an diesem Termin den gefallenen Soldaten der Kriege gedacht, in welche amerikanische Truppen verwickelt waren.
Arlington
Der erste Memorial Day
Ursprünglich wurde dieser Tag zu Ehren der gefallen Soldaten des Sezessionskrieges in den Jahren 1861 bis 1865 von Generalmajor Logan am 30. Mai 1866 ausgerufen. 1882 wurde der Name „Memorial Day“ offiziell eingeführt, was nichts anderes als „Gedenktag“ bedeutet.
Zuerst nur den Soldaten aus dem Bürgerkrieg gewidmet, wurde das nach dem Ersten Weltkrieg auf alle Soldaten ausgedehnt, die im Dienst für Ihr Land gefallen sind.
Ein ruhiger Gedenktag
Der Memorial Day ist ein eher ruhiger Tag, an dem Friedhöfe geschmückt und an vielen Orten Gedenkgottesdienste abgehalten werden. Auf dem Friedhof in Arlington, dem größten der USA und gelegen in Virginia, werden kleine Flaggen neben jedes der über 200.000 Kreuze gesteckt. Diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen die Mitglieder der Old Guard.
Dieses spezielle Regiment gehört zu der dritten U.S. Infanterie und ist stolz darauf, mit dieser Tat jedes Jahr die gefallenen Kameraden zu ehren. Der Präsident oder der Vize-Präsident der USA halten eine Gedenkrede und legen einen Kranz am Denkmal des unbekannten Soldaten ab.
Im ganzen Land treffen sich Kriegsveteranen, werden Reden gehalten und die Flagge der USA hängt bis zum Mittag an allen öffentlichen Gebäuden auf Halbmast.
Barbecue
Barbecue mit der Familie
Es gibt allerdings weit mehr, was durch den Memorial Day markiert wird: Der langersehnte Sommer beginnt und viele Hotels erhöhen die Preise für die Sommersaison. Die Grills werden für das erste Barbeque im Jahr vorbereitet und Familien nutzen den Tag für ein Familientreffen.
Indianapolis 500
Das weltbekannte Autorennen, die Indianapolis 500, findet traditionell an dem Wochenende statt, das mit dem Memorial Day endet. Sollte das Wetter nicht mitspielen und das „Angrillen“ ins Wasser fallen, gibt es dafür eine lustige Tradition: Das „Potluck-get-together“. Frei übersetzt als „Topfglück Zusammenkunft“, bringt hier jeder eingeladene Gast oder jede Familie einen Topf mit einem selbst zubereiteten Gericht mit.
Verweilt man als Gast während des Memorial Days in den USA, kann man mit etwas Glück die ruhige und gleichzeitig gesellige Seite der amerikanischen Bevölkerung erleben.
Quelle: NWP