Florida Keys ...
Florida - Traumland entdecken
Die Vorbereitungen zur Versenkung der Gov. Hoyt S. Vandenberg dauerten 13 Jahre und verschlangen ein Budget von 8,6 Millionen US-Dollar. Der Abschluss des ehrgeizigen Projekts am 27. Mai 2009 erfolgte dann schnell und mit einem großen Knall: Nur zwei Minuten dauerte es bis das ausgemusterte Militärschiff nach Zündung strategisch angebrachter Sprengsätze seine neue Position auf dem Meeresboden elf Kilometer vor Key West erreichte, wo es ab sofort sein zweites Leben als künstliches Riff beginnen wird.
Weltweit ist die Vandenberg, nach der Oriskany vor der Küste von Pensacola, Florida, das zweitgrößte Schiff, das als künstliches Riff versenkt wurde. Sie komplettiert den aus zahlreichen planmäßig platzierten Wracks bestehenden „Florida Keys Shipwreck Trek“. Dieser beginnt mit der Spiegel Grove vor Key Largo im Norden und endet ab sofort mit der Vandenberg vor Key West am südlichsten Zipfel der Inselkette. Nach einer gründlichen Reinigung, die 70 Prozent des Budgets und 75.000 Arbeitsstunden beanspruchte, bescheinigte der Staat die ökologische Unbedenklichkeit des Projekts.
Innerhalb der nächsten sechs Monate wird die 159 Meter lange Vandenberg, die von vier Ankern an ihrem Platz in 42 Metern Tiefe gehalten wird, den ersten Meerestieren und -pflanzen eine neue Heimat bieten. Nach und nach werden sich auch Korallen und Schwämme auf dem künstlichen Riff ansiedeln.
Die enorme Größe der Vandenberg und ihre abwechslungsreiche Struktur werden sie, nach Meinung der Projektverantwortlichen, für Taucher aller Erfahrungsstufen, vom Anfänger bis zum Profi, attraktiv machen. Der bewegten Geschichte der Vandenberg, die unter anderem als Truppentransporter im zweiten Weltkrieg und Beobachtungsposten für die Raketenstarts vor Cape Canaveral diente, können Taucher auf einer, von der Künstlerin Ann Lorraine gestalteten, „Mystery Tour“ nachspüren.
12 Hinweisschilder aus Metall führen dabei zu 12 an unterschiedlichen Stellen der Oberdecks versteckten Antworten.
Dafür sorgen schon ihre bunte Geschichte und die zahlreichen damit verbundenen skurrilen Feste und Events. So können Gäste diesen Juli beispielsweise das Leben und Werk von Key Wests wohl berühmtesten Einwohner, Ernest Hemingway, hautnah erleben oder zu den Klängen von „Yellow Submarine“ unterwasser kräftig abrocken.
25. Underwater Music Festival
40 Jahre nach der Veröffentlichung des Beatles-Album „Yellow Submarine“, geht die berühmteste Band des Planeten auf eine neue Unterwassertour. Taucher in den Rollen der vier Rockikonen sind die Stars des 25. Underwater Music Festivals, das am Samstag, den 11. Juli in den Gewässern rund um das Looe Key Reef stattfindet.
Das fischfreundliche Festival wird vom lokalen Radiosender WWUS 104.1 FM unterstützt, der an diesem Tag ein spezielles Programm über zahlreiche an Booten angebrachte Lautsprecher ins Wasser überträgt. Zu den Klängen von Jimmy Buffets „Fins“, authentischen Walgesängen und natürlich „Yellow Submarine“ lassen es Teilnehmer mit den Unterwasserinstrumenten des Künstlers August Powers so richtig krachen. Das Festival, das jährlich rund 600 Schnorchler und Taucher anzieht, widmet sich der Erhaltung des Riffs.
Besucher können entweder mit dem eigenen Boot am Festival teilnehmen oder sich einen Platz auf den Booten der Tauchschulen vor Ort reservieren.
Hemingway Days
Vom 21.-26. Juli erwartet Key West wieder einen wahren Ansturm von Hemingway-Doppelgängern anlässlich der 29. Hemingway Days, bei denen das Leben und Werk des berühmtesten Bewohners der Stadt gebührend gefeiert werden.
Das Festival beginnt mit der Feier des 110. Geburtstags der Schriftstellerlegende, die in den 1930ern auf den Keys das entspannte Leben genoss und ganz nebenbei einige Meisterstücke der amerikanischen Literatur zu Papier brachte. Zu den Veranstaltungen gehören Lesungen, ein Kurzgeschichtenwettbewerb unter dem Vorsitz von Hemingways Enkelin Lorian, eine Museumsausstellung, ein dreitägiges Marlin-Wettfischen und natürlich der berühmte Hemingway-Lookalike Contest in Hemingways Lieblingsbar „Sloppy Joe’s“.
Karriere mit Kajak
Captain Bill Keogh ist einer der wenigen Menschen, die es geschafft haben ihre Leidenschaft für die Natur zum Beruf zu machen.
Als Inhaber von Big Pine Kajak Adventure in den Lower Keys ist er seit fast drei Jahrzehnten als Naturführer, Dozent, Schriftsteller und professioneller Fotograf tätig. Vor 29 Jahren tauschte Keogh die kalten Winter seiner Heimat Connecticut gegen das tropische Klima und die farbenfrohe Natur der Florida Keys. Nach seinem Universitätsabschluss arbeitete er zuerst 10 Jahre lang als Fotograf für das Newfound Harbor Marine Institute auf Big Pine Key. Seine Projekte für das Institut führten ihn immer wieder auf, in und über die Gewässer der Region.
Durch seine Vorträge über die Umwelt der Keys im Rahmen der Discovery Nature Series fiel er schließlich einem Verleger auf, der ihm anbot, einen Paddel-Führer für die Florida Keys zu schreiben. Es war jedoch Bill Keoghs Arbeit als Fotograf, die ihn zum Kajak-Verleih führte. Die Bilder, die er im Auftrag der Lower Keys Chamber of Commerce für eine Broschüre von den wunderschönen Stränden und großartigen Sonnenuntergängen des Bahia Honda State Park machte, gefielen seinem Fremdenführer so gut, dass er einige davon käuflich erwerben wollte. Da sein Budget jedoch dafür nicht ausreichte, bezahlte er Keogh in Form einiger Kajaks.
Heute ist diese Paddelbootflotte auf über 50 Kajaks angewachsen und nicht nur Bill Keoghs eigene Erfahrung als leidenschaftlicher Paddler sondern auch sein besonderes Gefühl für Natur und Fotografie machen die Kajak-Ausflüge zu einem unvergesslichen Erlebnis für seine Gäste. „Was die Florida Keys für Kajak-Touren so großartig macht, ist die Tatsache, dass es sehr große flache Wasserflächen gibt und sich die wirklich interessante Tierwelt hier direkt unter der Oberfläche tummelt“, erklärt Bill Keogh seine Faszination.
Keogh wurde bereits mehrfach für seine Tätigkeit als Kajak- und Naturführer ausgezeichnet und seine Bilder und Artikel sind in verschiedenen Büchern und Magazinen erschienen. Besonders seine Fotografien werden regelmäßig von Organisationen wie National Geographic oder dem World Wildlife Fund angefragt.
Quellle: Florida Keys & Key West c/o Get It Across Marketing