Portland Überblick
Die schöne Stadt am Meer
Auf einer Halbinsel an der Casco Bay liegt Portland, mit 64.500 Einwohnern größte Stadt und zugleich wirtschaftliches, gesellschaftliches und kulturelles Zentrum des Staates Maine. Die 1631 als Falmouth gegründete und 1786 in Portland umbenannte Stadt war lange Zeit ein prosperierender Seehafen, der seinen Wohlstand den reichen Fischgründen vor der Küste Maines verdankte.
Am Independence Day des Jahres 1866 erlebte Portland sein wohl größtes Desaster, als in einem Bootsgeschäft im Hafenviertel ein Feuer ausbrach. Die Flammen griffen in Windeseile um sich und zerstörten die gesamte Innenstadt. Dem zügigen Wiederaufbau folgte alsbald der Niedergang der Seeschifffahrt, doch konnte der "Old Port Exchange District" vor dem Verfall bewahrt werden. Heute präsentiert sich das Viertel mit seinen viktorianischen Backsteingebäuden von seiner schönsten Seite - in die liebevoll restaurierten Lagerhäuser und Warenkontore haben Restaurants, Geschäfte und Kunstgalerien Einzug gehalten.
"Die schöne Stadt am Meer" nannte der amerikanische Dichter Henry Wadsworth Longfellow seine Heimatstadt Portland; ein Satz, der nach wie vor seine Gültigkeit hat. Vom "Portland Observatory Tower", 1807 erbaut, um einlaufende Schiffe mit Flaggensignalen zu melden, blickt der Besucher auf ein reizvolles Ensemble von historischen Gebäuden, Landschaft und Inseln im Atlantik. Neben der
Picknick am Meer restaurierten Altstadt zeugen viele ältere Gebäude von der langen Geschichte Portlands. Etwa das Wadsworth-Longfellow House in der Congress Street, wo Longfellow gemeinsam mit sieben Geschwistern seine Kindheit verbrachte. 1786 als erstes Ziegelsteinhaus Portlands erbaut, erinnert heute die weitgehend unveränderte Einrichtung an den berühmten Sohn der Stadt.
Ganz in der Nähe befindet sich mit dem "Portland Museum of Art" Maines größtes Kunstmuseum. 1882 wurde es gegründet und ist seit 1983 in einem architektonischen Meisterbau von Ieoh Ming Pei beheimatet. Das Museum präsentiert eine umfangreiche Sammlung von europäischer und amerikanischer Malerei des 18. bis 20. Jahrhunderts, darunter Werke von Winslow Homer, Rockwell Kent und Andrew Wyeth. Aus Portlands Blütezeit stammt das 1912 erbaute Rathaus, das wie seine beiden Vorläufer eine Konzerthalle sein Eigen nennt. Das kürzlich renovierte "Merrill Auditorium" ist heute Schauplatz für Aufführungen des renommierten "Portland Symphony Orchestra" sowie vieler Tanz- und Theaterproduktionen.