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Die Mafia auf Kuba

Auf Spurensuchen – Das sündige Kuba
 
Kuba war in den 50er Jahren das Las Vegas der Karibik. Mit Glücksspiel, kühlen Drinks und lockeren Damen lockte die Cosanostra die US-Bürger auf die Karibik-Insel. Damals war von Kommunismus, Fidel und Sanktionen dort noch nichts zu sehen. Die Gangster wurden mit der Revolution vertrieben und die Casinos wurden gleich darauf geschlossen.

Es gibt sie aber noch die Spuren der alten, vergangenen und „bösen“ Zeit. Die Spuren findet der Besucher in alten und damals sehr berühmten Hotels.
 
Historischer Streifzug durch die Unterwelt
                                                                                                                          
Eine Spur findet sich gleich im Herzen der Altstadt von Havanna. Ganz in der Nähe des Prado steht ein Haus, welches, wenn es sprechen könnte … na spannend eben. In diesem Haus wurde eines der ersten Operationszentren der US-Mafia eingerichtet.

Das Hotel Sevilla, ein Wunderwerk des Kolonialstils dekoriert mit kleinen maurischen Spitzbögen steht noch heute da wie zu den Hochzeiten der Mafiosi. Spanische Kacheln in der Lobby und noch immer glaubt man, dass über allem die Patina der alten Zeit liegt.
 
Oder das Nacional …
 
Schon damals in den guten alten 50er Jahren war das Nacional kein normales Hotel. Es liegt hoch über der kleinen Stadt Malecon. Hier hoch auf den Berg fuhr damals wie heute die High Society. Fünf Sterne hat das stolze Haus. Hier fanden u. a. Mafiakongresse statt und die Reichen und Schönen gaben sich die Klinke in die Hand.

Hier übernachteten Walt Disney, Errol Flynn, der Regisseur Roman Polanski, ein Adliger Thyssen und Ava Gardner. Der bedeutendste Gast in diesem Haus war aber Meyer Lansky, der hier zusammen mit seinem Blutsfreund Lucky Luciano, einen der größten Mafia-Kongresse der Geschichte der US-Mafia organisierte. Die Hotels der Insel lagen in den 50er Jahren fest in der Hand der nordamerikanischen Camorra und so bot es sich ganz einfach an karibisches Klima mit der Familie und dem Geschäft zu verbinden. Die ehrenwerten Gentleman trafen sich hier und genossen die Gastfreundschaft und das Klima von „Bella Cuba“.
 
Und dann kam Fidel

Die Mafia baute bis ins Jahr 1957 hinein noch weiter Hotels auf Kuba. Das neuste der Hotelbauten, das Papito, konnte der Eigentümer und Mafia-Boss Lansky aber gerade noch sechs Monate genießen, denn dann kam Fidel Castro und die Revolution und die „zerstörte“ die Träume der US-Mafia im Handstreich – Kuba blieb aber trotzdem schön und öffnete sich ja vor einem knappen Jahrzehnt dem Tourismus wieder … kommen Sie, gehen Sie doch auch mal in Kuba auf Spurensuchen … es gibt noch viele weitere Mafia-Hotels aufzuspüren.

   
   

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Reisejournal > Archiv > Reisejournal 2009 > Ausgabe 05/2009 > Kuba

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