Islamorada
Die lila Insel
Islamorada gehört zu den Florida Keys und ist Mittelpunkt einer Inselgruppe, die "Purple-Isles" - Purpurinseln - genannt wird. Spanische Seefahrer benannten die Inseln nach der violetten Meeresschnecke Janthina Janthina, die hier in großer Anzahl an den Ufern zu finden ist. Unter Kennern hat Islamorada sich inzwischen einen Namen gemacht als "Welthauptstadt des Angelsports". Das ganze Jahr über finden hier Angel-Wettbewerbe und Fischfestivals statt, begehrte Beutestücke sind der blaue und weiße Merlin, Schwert-, Segel- und Thunfische, sowie Barsch und Barracuda. Immer mehr Hobby-Taucher begeistern sich für die Insel. Neben "normalen" Ausflügen in die faszinierende Unterwasserwelt gehört zu den Highlights auch das Wreck-Diving - Tauchgänge zu gesunkenen Schiffen vor der Küste.
Wer gerne Boot fährt, kann zu zwei kleineren Inseln fahren: auf der knapp 5 Hektar großen Indian Key finden sich die Überreste einer Siedlung, die 1840 von Indianern niedergebrannt wurde. Lignumvitae Key ist ein botanisches Kleinod und darf nur von 50 Touristen gleichzeitig besucht werden. Zu beiden Inseln werden Führungen angeboten. Ob über oder unter Wasser, Islamorada ist ein paradiesischer Urlaubsort und bietet Sportmöglichkeiten und Unterhaltung für die ganze Familie. Mit Kindern sollte man einen Tag im Abenteuer-Park Theater of the Sea verbringen. Dort haben sie Gelegenheit, mit Delphinen zu schwimmen und Rochen zu streicheln.
Islamorada und die Nachbarinseln gehören zu einem Gebiet, das mehrfach von Hurrikanen heimgesucht wurde. Die schlimmste Katastrophe ereignete sich 1935, als ein Hurrikan die Insel verwüstete und mehrere hundert Menschen ihr Leben verloren. Ein Denkmal erinnert heute an die Opfer der Naturkatastrophe. Angst vor diesen Stürmen müssen Touristen dennoch nicht haben: Moderne Frühwarnanlagen und Evakuierungspläne sowie rechtzeitige Benachrichtigung durch die Medien sorgen dafür, dass Islamorada das ganze Jahr über als sicherer Urlaubsort gilt.