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Iditarod-Schlittenhunderennen

Balto, der Held

Die Siedlung Knik, nahe des Städtchens Wasilla in Südzentralalaska, ist die Heimat des Iditarod Trail Committee, das alljährlich das weltweit berühmte Iditarod-Schlittenhunderennen ausrichtet. Dieses Rennen führt über 1.049 Meilen (1.688 km) von Anchorage nach Nome in Nordalaska - eine strapaziöse Reise durch gefrorenes Land, Wildnis, Gebirge und Eismeere.
Das Iditarod-Rennen gilt neben dem Yukon Quest als bedeutendstes Schlittenhunderennen und zieht Champions aus aller Welt nach Alaska. Erstmals fand es 1973 statt. Von den 34 Teams, die an den Start gingen, erreichten 22 das Ziel. 20 Tage war damals der Sieger unterwegs, 1995 schaffte es der Erste nach nur neun Tagen.

Jeweils am ersten Samstag im März versammeln sich die "Mushers", die Hundeschlittenführer, in Anchorage, wo die Eröffnungsfeier stattfindet.

Zwischen der Fourth Avenue und der D Street starten die Mushers in zweiminütigen Intervallen mit ihren Hundegespannen, die aus jeweils zwölf bis sechzehn Hunden bestehen.

Welche der zwei Routen, Süd- oder Nordroute, gefahren wird, entscheidet die Jahreszahl: In ungeraden Jahren ist es die Südroute, in geraden die Nordroute. Auf dem mittleren Teil bei Takotna trennen sich die beiden Strecken und laufen bei Kaltag wieder zusammen.
Der Iditarod-Trail ist benannt nach einer indianischen Ortschaft entlang der Strecke und blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück. Ursprünglich Teil eines 2.300 Meilen langen Netzes von Winterwegen, nutzten ihn über hunderte von Jahren die Indianer und Eskimos für die winterliche Jagd.

Berühmt wurde der Trail im Winter des Jahres 1925, als in Nome eine Diphtherie-Epidemie ausbrach und nicht genügend Medikamente vorhanden waren. Da wegen des Wetters keine Flugzeuge eingesetzt werden konnten, gingen in Nenana 20 Schlittenhunde-Teams an den Start und brachten den lebensrettenden Impfstoff binnen 127 Stunden ans Ziel. Die Mushers wurden als Nationalhelden gefeiert ebenso wie der Leithund Balto - im New Yorker Central Park erinnert eine Statue an ihn.

In den 60ern wurde das Iditarod-Rennen als sportliche Disziplin auserkoren, bevor es 1973 erstmals stattfand. Rund 125 Meilen beträgt eine Tagestrecke im Schnitt, ungefähr 8.000 Kalorien verbraucht jeder Hund dabei. 1985 gewann mit der Abenteurerin Libby Riddles die erste Frau das Iditarod-Rennen und in den Folgejahren sorgten zahlreiche weitere Siege von Frauen für Furore. Die Männerwelt trägt es mit Gelassenheit: "Alaska - where men are men, and women win the Iditarod. Again and again and again ."
Im Hauptquartier des Iditarod Trail Committee ist die Geschichte des Schlittenhunderennens dokumentiert. Die Ausstellung zeigt Rennschlitten ebenso wie Porträts der heldenhaften Hunde, ergänzt durch Filmvorführungen.

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