Honolulu Überblick
Metropole mitten im Südsee-Paradies
Honolulu liegt an der Südküste von Hawaiis drittgrößter und beliebtester Insel Oahu. Touristen werden freundlich und warmherzig von einem bunten ethnischen Mix aus Polynesiern, Chinesen, Japanern, Filipinos und Weißen aufgenommen. Die Metropole mit ihren unzähligen Bürotürmen zählt rund 850.000 Einwohner und wurde einst als Hafenstadt gegründet. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte es sich schnell zum Handelsknotenpunkt des Archipels. Die Verlegung der hawaiischen Hauptstadt von Lahaina nach Honolulu im Jahr 1845 hat die "geschützte Bucht", so die Bedeutung des Ortsnamen, hauptsächlich jenem großen Hafen zu verdanken.
Auch eine moderne Großstadt im Pazifik mit einem von Hochhäusern und Hotels geprägtem Stadtbild bietet allerlei historische Schätze. Der schönste ist vielleicht Iolani Place im Stadtzentrum Honolulus: Der kleine Palast wurde von 1879 bis 1882 unter König Kalakaua erbaut und diente nach dem Sturz der letzten Königin Liliuokalami als Sitz des Parlaments. Dieses regiert seit 1969 vom State Capitol aus, welches sich in unmittelbarer Nähe befindet. Iolani Place ist übrigens der einzige königliche Palast in den USA. Er wurde nach dem Umzug der Regierung restauriert und beherbergt heute ein Museum, das auch Besichtigungstouren anbietet.
Gegenüber des Iolani Place strahlt die Touristen König Kamehamehas in Form einer Statue an. Sie wurde 1883 im Auftrag von König Kalakaua vor dem Aliiolani Hale, dem Obersten Gericht, errichtet.
Das Viertel Chinatown, ebenfalls im Stadtzentrum Honolulus gelegen, entführt seine Besucher auf eine kleine exotische Reise in den fernen Osten - zu den Wurzeln vieler Einwohner der Inseln. Auf Märkten und in kleinen Geschäften werden frische Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Obst oder Gemüse und jede Art von Kitsch "Made in China" zum Verkauf angeboten. Dutzende Restaurants locken mit asiatischen Spezialitäten und dem "Dim Sum Lunch", bei dem man sich allerhand Köstlichkeiten von Servierwagen aussuchen kann. Ganz nach dem Motto: "What you see is what you get". Das Stadtviertel besteht allerdings zu einem großem Teil aus neuen Gebäuden, da es nach zwei verheerenden Bränden um die Jahrhundertwende fast völlig zerstört wurde. Dennoch ist ein Besuch von Chinatown mit seinen vielen buddhistischen Tempeln lohnenswert, da es einen wichtigen Teil der Geschichte Hawaiis erzählt.
Im Hafen Honolulus begrüßt seit 1926 der Aloha Tower die ankommenden Schiffe. In den 20er und 30er Jahren wurden die Passagiere am so genannten "Boat Day" von den Einheimischen mit Lei-Kränzen, Musik und dem Hulatanz willkommen geheißen. Damals war der Turm, der seinen Namen dem "A L O H A" Schriftzug über den Turmuhren verdankt, das höchste Gebäude auf ganz Hawaii und hinterließ bei den ankommenden Reisenden im Hafen Honolulus einen bleibenden Eindruck. Im obersten Stockwerk des viereckigen Aloha Towers gibt es eine Besucherplattform, von der man einen großartigen Ausblick über den Hafen hat. Eine schöne Möglichkeit zum Bummeln bietet der angrenzende Aloha Tower Marketplace, auf dem sich viele Läden, Stände, Restaurants und Cafés angesammelt haben.
Nur einen Katzensprung entfernt, findet man ebenfalls im Hafen Honolulus das Hawaii Maritime Center. Das Museum berichtet anhand zahlreicher Ausstellungsstücke von der hawaiischen Seefahrer-Geschichte. So ist zum Beispiel ein nachgebauter Katamaran zu sehen, wie ihn die Polynesier benutzten, als sie vor über 1500 Jahren als erste Entdecker hawaiischen Boden betraten. Sie überquerten mit ihren bis zu 20 Meter langen Booten über 3600 Kilometer den pazifischen Ozean von den Marquesas-Inseln bis nach Hawaii. Erst 1778 folgte mit Captain James Cook der erste Europäer und läutet langsam die Zeit der Handelsschiffe ein, die ab dem 19. Jahrhundert im Hafen Honolulus anlegten. Aus dieser Ära stammt auch das Schiff "The Falls of Clyde", welches auch im Hawaii Maritime Center zu bewundern ist.
Der Walfang spielt ebenfalls eine tragende Rolle in der Geschichte Hawaiis und wird in der Ausstellung u. a. mit dem seltenen Skelett eines Buckelwales dokumentiert.
Mit den Handelsschiffen kamen im 19. Jahrhundert auch bald die ersten Missionare nach Honolulu. Das Mission Houses Museum in Downtown bietet in drei restaurierten Häuschen aus dieser Zeit einen Eindruck von dem Leben und Arbeiten der Missionare auf Hawaii. Sie gründeten Schulen, übersetzten und druckten die Bibel, wie im "Printing House" des Museums anschaulich gezeigt wird. Die drei Gebäude sind übrigens die ältesten westlichen Häuser der Inselgruppe.
Gegenüber des Museums, ebenfalls in Downtown, befindet sich ein weiterer Zeuge aus der Zeit der Missionare: die Kawaiahao Church. Sie wurde 1842 von einem der ersten Missionare erbaut und im Inneren sind unzählige Korallenblöcke zu bestaunen.
Eine besonders schöne Art Honolulu und die nähere Umgebung zu entdecken, ist eine Fahrt mit den Waikiki Trolleys. Diese kleinen bunten Busse erinnern an die Cabelcars in San Francisco und verkehren den ganzen Tag auf unterschiedlichen Routen zwischen den verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Einkaufscentern. Die Fenster der Fahrzeuge sind offen, was bei einer Tour durch Honolulu für ein kühles Lüftchen sorgt. Wir wünschen "Gute Fahrt!".