Helena
Zeugnis der goldenen Zeit
Montanas Hauptstadt, ein schmucker Ort mit 25.000 Einwohnern, ist aus einem Goldgräberlager hervorgegangen. Dort, wo heute die Hauptstraße ist, stießen vier Prospektoren, die so genannten "Four Georgians", 1864 auf Gold. Sie gaben dem Fundort den Namen "Last Chance Gulch" - heute eine nette Fußgängerzone mit Wohnhäusern, Saloons, Geschäften und Restaurants.
Mit ihrem Fund lösten die "Four Georgians" einen Goldrausch aus, der 20 Jahre währte und Gold in einem Gegenwert von 3,6 Milliarden Dollar zutage förderte. 1875 wurde Helena zur Hauptstadt des Territoriums Montana erklärt, ein Titel, der zuvor Virginia City gebührte. Auch nach dem Abklingen des Goldrauschs in Helena blieb die Stadt wichtigstes Handels- und Verwaltungszentrum des Umkreises. Nach dem Beitritt Montanas zur Union im Jahre 1889 wurde Helena Hauptstadt des neu gegründeten Staates.
Sehenswert in Helena ist das 1890 errichtete State Capitol, der Regierungssitz Montanas. Das aus Sandstein und Granit errichtete Gebäude, überspannt von einer kupfernen Kuppel, verbindet auf prachtvolle Weise die Vergangenheit und Gegenwart Montanas. Statuen und historische Wandgemälde erzählen von der Geschichte des Landes. Das wohl bekannteste Bild und zugleich das größte des Künstlers Charles Russell ist das 3,66 mal 7,62 Meter große Gemälde "Lewis and Clark Meeting the Indians at Ross' Hole".