Haines Überblick
Außenposten der USA
Landschaftlich reizvoll liegt das Städtchen Haines im Südosten Alaskas, nur durch eine Bergkette vom Glacier Bay National Park getrennt. Ursprünglich lebten hier die Tlingit-Indianer, bevor eine presbyterianische Missionsstation gegründet wurde. Sie erhielt ihren Namen nach ihrer Geldgeberin, Francina Haines. Jeweils im August ist Haines Schauplatz der Messe "Southeast Alaska State".
Haines kann mit einer historischen Stätte aufwarten, dem "Fort William H. Seward". Es wurde 1901 als Folge des Grenzstreits zwischen Kanada und den USA als Außenposten der Vereinigten Staaten errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es vom Staat in die Hände privater Investoren über. In den geschichtsträchtigen Gebäuden haben heute einige einheimische Künstler ihre Studios, andere dienen als mondäne Bed & Breakfast-Unterkünfte.
Ganz in der Nähe von Haines befindet sich das "Chilkat Bald Eagle Preserve". Im Herbst und im Winter versammeln sich rund 3.500 Weißkopfseeadler am Flussufer des Chilkat River. In dem eisfreien Abschnitt des Flusses stürzen sie sich auf die zu dieser Zeit laichenden Chum-Lachse. Die Ankunft der Adler wird alljährlich im November mit dem Bald Eagle Festival begrüßt.
Mit etwas Glück können Sie in Haines auch Aurora borealis, das Nordlicht, beobachten. Diese nächtlichen Leuchterscheinungen in den Polargebieten treten in 70.100 km Höhe auf. Sie entstehen, wenn solare Korpuskularteilchen in die Erdatmosphäre nahe der magnetischen Pole eindringen und Gasteilchen zum Leuchten anregen. Auf der südlichen Erdhalbkugel spricht man vom Südlicht (Aurora australis).