Tampa Geschichte
Zigarren-Metropole
Als der spanische Entdecker Ponce de Leon im Jahre 1513 erstmals den Boden der Tampa Bay betrat, traf er auf ein indianisches Fischerdorf. Tatsächlich sollte es bis ins späte 18. Jahrhundert dauern, bis diese östliche Region Floridas dauerhaft von Europäern besiedelt wurde. 1824 gründete die U.S. Army Fort Brooke, um den strategisch wichtigen Hafen der Tampa Bay besser schützen zu können.
Zigarrenproduzent Nr. 1
Anfang des 19. Jahrunderts strömten kubanische Zigarrenhersteller zu Tausenden in das Gebiet um Tampa, und während der kommenden 50 Jahre erlangte Tampa den Ruf der "Zigarren-Hauptstadt Amerikas". Die beiden Männer, die Tampa ins Rampenlicht rückten, hießen Vicénte Martínez Ybor und Ignacio Haya. Im Jahre 1885 verlegten sie ihre Zigarrenfabriken in das Stadtviertel, das heute als "Ybor City" berühmt ist. Die Fabriken, die Tausenden von Menschen Brot und Arbeit gaben, bewirkten einen enormen Zuzug von Kubanern, so dass Ybor City bald die größte Konzentration an Kubanern - außerhalb von Kuba selbst - verzeichnen konnte. Weitere nennenswerte Gruppen an Immigranten bestanden aus Italienern, Spaniern, Deutschen und Juden. Tampa erfuhr einen wirtschaftlichen Aufschwung auch durch die Entdeckung des Bodenschatzes Phosphat, der gewinnbringend exportiert wurde; die Stadt diente weiter als wichtiger militärischer Stützpunkt für US-Truppen während des Spanisch-Amerikanischen Krieges.
Verfall und Wiederauferstehung
Tampas führende Rolle als heimischer Zigarrenproduzent erfuhr ein jähes Ende, als 1959 Fidel Castros Revolution ein US-Embargo auf kubanische Produkte auslöste - der ökonomische Niedergang von Tampa war besiegelt. Tampas Aufschwung begann erst wieder vor 15 Jahren mit der Restaurierung des historischen Distriktes Ybor City. Die älteste Stadt Floridas ist erneut attraktives Ziel für Besucher aus aller Herren Länder. Manche bleiben - wie vor 150 Jahren - für immer.