Columbus Überblick
Moderne Universitätsstadt mit Deutschen Wurzeln
Columbus, im Herzen Ohios am Scioto River gelegen, ist mit einer Einwohnerzahl von 711.470 die größte Stadt des Bundesstaates und seit 1812 auch seine Hauptstadt. Fast 20 Prozent der Bevölkerung von Columbus blicken auf deutsche
Vorfahren zurück. Die Universitätsstadt ist stolz auf ihre gute wirtschaftliche Lage und bietet Besuchern eine interessante Mischung aus Kunst, Geschichte, Wissenschaft und Sport.
Mit einer Tour durch Columbus startet man am besten in Downtown am Ohio Statehouse. Das National Historic Landmark wurde 1861 errichtet und gilt als ein Meisterwerk der Architektur dieser Zeit im Stil griechischer Bauwerke. In dem 1996 restaurierten Gebäude werden täglich Besichtigungstouren angeboten.
Ebenfalls in Downtown befindet sich das wissenschaftliche Museum COSI (Center of Science and Industry). Hier können Besucher in acht verschiedene "Learning Worlds" eintauchen und so anhand von Experimenten, Ausstellungen und Live-Shows Wissenschaft spannend und verständlich miterleben. Das fast 28.000 m² umfassende Museum wurde 1999 in einem neuen 125 Millionen Dollar teueren Gebäude wiedereröffnet. Die Ausstellungen beschäftigen sich mit Themen wie Weltraum, Geschichte, Meer und Ozean, Technik, Physik, Anatomie und Biologie. Im COSI sind auch ein Extreme Screen Theater mit wechselnden Filmen und Dokumentationen sowie ein modernes Planetarium untergebracht. Getreu nach dem Motto des Museums "Explore Science - Discover Fun!" steht der Spaß am Lernen im Vordergrund und deshalb ist das COSI auch besonders gut für Kinder jeden Alters geeignet.
Etwas südlich von Downtown zeigen sich die deutschen Wurzeln von Columbus im historischen Viertel German Village ganz deutlich. Während des 19. Jahrhunderts immigrierten viele Deutsche in das damals dünn besiedelte Ohio.
Schon seit der Gründung von Columbus ließen sich viele der deutschen Immigranten hier nieder und unterstützten tatkräftig die Erbauung des ersten Statehouses. Die Einwanderer erwarben Grundstücke und so entstand rasch ein schönes und angesehenes Stadtviertel. Während des ersten Weltkrieges verließen jedoch viele Einwanderer wegen der zunehmenden Feindlichkeiten gegen die Deutschen das German Village. In den folgenden Jahrzehnten verkam das Viertel zunehmend und wirkte sehr ungepflegt.
Doch ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurde jede Menge Geld und Zeit investiert um, dem German Village wieder zum alten Glanz zu verhelfen. Heute sind über 1600 wunderschön restaurierte Häuser zu sehen und der Stadtteil zählt zu den größten privat finanzierten historischen Plätzen der USA.
Bei einem Rundgang durch das German Village sollte auf keinen Fall der Schiller Park ausgelassen werden, er zählt zu den Highlights und gilt seit Anfang des 19. Jahrhunderts als Mittelpunkt des Stadtviertels. Im Zuge der Erneuerung des German Villages wurde 1966 ein weiterer Park, der Frank Fetch Park, eröffnet. Er wurde im Stil deutscher Biergärten des 19. Jahrhunderts mit Blumen, Kopfsteinpflaster und Gaslaternen liebevoll gestaltet. Ebenfalls eine Besichtigung wert sind die zahlreichen katholischen und lutherischen Kirchen. Am besten lässt sich das Viertel mit einem Rundgang, den das German Village Meeting Haus anbietet, erkunden. Im German Village Meeting Haus gibt es auch ein Visitors' Center, das Besuchern jede Menge Interessantes über die Geschichte und Zukunft des Stadtviertels zeigt.
Zurück in Downtown kann man im Schiffmuseum Santa Maria auf den Spuren der Entdeckung Amerikas und des Seefahrers Christopher Columbus, dem Namenspatron der Stadt, wandeln. Die 1991 erbaute und fast 30 Meter lange Columbus Santa Maria ist die weltweit authentischste Nachbildung des berühmten Schiffes und wurde zur 500-Jahrfeier der Entdeckung Amerikas 1992 festlich eröffnet. Das Museum dokumentiert anschaulich das Leben der Seefahrer sowie die Schiffstechnologie dieser Zeit.
Kunstliebhaber kommen in Columbus Downtown natürlich auch auf ihre Kosten: Im Columbus Museum of Art sind amerikanische und europäische Werke vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts ausgestellt. Zu sehen sind Bilder von Monet, Matisse, Picasso, Renoir, Hopper, O'Keeffee und anderen Künstlern des Impressionismus, deutschen Expressionismus und Kubismus. Außerdem werden regionale Künstler wie Elijah Pierce und George Bellows in einer großen Ausstellung gewürdigt.
Im Norden von Downtown liegt der Stadtteil Short North, der sich ideal für einen Einkaufsbummel eignet: viele kleine kultige Läden entlang der High Street bieten in Laufweite Kunst, Antiquitäten, Bücher, Bekleidung, Schmuck, Möbel und allerlei mehr an. Im Ambiente der alten Gebäude aus der Jahrhundertwende laden besonders die zahlreichen Kunstgalerien zum Stöbern ein. Jeden ersten Samstag im Monat kann man auch bis spät in die Nacht die Galerien durchstreifen - der sogenannte "Gallery Hop" macht es möglich und erfreut sich, sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen, großer Beliebtheit. Nach einem Einkaufsbummel lockt eine große Auswahl an schönen Restaurants und man macht noch einen Abstecher ist den Arena District. Dieses noch junge Viertel bietet in einer modernen Atmosphäre ebenfalls viele Restaurants, Bars und Nachtclubs. Der Stadtteil entstand rund um die Nationwide Arena, in der das Eishockeyteam Columbus Blue Jackets vor einer Kulisse von 18.500 Fans in der amerikanischen NHL spielt.
Weiter in Richtung Norden gelangt man zum Hauptcampus der Ohio State University, der mit 48.000 Studenten der zweitgrößte zusammenhängende Campus der USA ist. Die Universität ist besonders bekannt für ihre Studiengänge in Kunst, Sprachwissenschaften und Lehramt. Auf dem Universitätsgelände befindet sich das Wexner Center of the Arts mit zahlreichen Ausstellungen rund um zeitgenössische Kunst.
Über 2,5 Millionen Besucher jährlich können sich nicht irren: der Columbus Zoo and Aquarium gehört zu den schönsten Zoos des Mittlern Westen und ist über Ohio hinaus für seine Geparden- und Gorillazucht bekannt. Der Zoo, im Nordwesten der Stadt, beherbergt über 660 unterschiedliche Arten und mehr als 7800 Tiere aus der ganzen Welt. Dazu gehörten auch drei Manatees, die mit über 250 Fischen und Schildkröten ein riesiges Salzwasser-Aquarium bevölkern. Andere interessante Bereiche des Columbus Zoo and Aquarium sind die neu eröffneten Australia und Southeast Asia Areas.
Auf dem Zoogelände befindet sich außerdem eine Golfanlage und der Vergnügungspark Wyandot Lake. Für ausreichend Abwechslung ist also bestens gesorgt!