Cape Hatteras
Wind und Weite
Das Naturschutzgebiet Cape Hatteras National Seashore in North Carolina umfasst drei Inseln: Bodie Island, Hatteras Island und Ocracoke Island. Sie sind Teil der Outer Banks, einer der Küste North Carolinas vorgelagerten Inselkette im Atlantik, die sich über 280 Kilometer erstreckt. Vom Massentourismus noch relativ unberührt, bietet sich hier ein geschützter Lebensraum für seltene Pflanzen und Vögel. Urlauber finden hier viel Abwechslung: Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in der Region gehören Kayak fahren, angeln, segeln, windsurfen, schwimmen, Fahrrad fahren oder wandern, zum Beispiel im Pea Island National Wildlife Refuge, am nördlichen Ende von Hatteras Island. Auf allen drei Inseln des Naturschutzgebietes werden spezielle Freizeit-Programme für Kinder angeboten, Ranger organisieren Lagerfeuer am Strand, erzählen Piratengeschichten und begleiten Angeltouren. Informationen erhält man in den jeweiligen Besucherzentren der Inseln. Von Mai bis September besteht die Möglichkeit, im Naturpark zu campen; Besucher haben die Wahl zwischen vier verschiedenen Campingplätzen: Oregon Inlet, Cape Point, Frisco und Ocracoke.
Seit Jahrhunderten gilt die Gegend als berüchtigter "Schiffsfriedhof": gefährliche Strömungen, Sandbänke sowie starke Winde und Hurrikane ließen unzählige Schiffe kentern. Eines davon, die "Laura Barnes", strandete bei dichtem Nebel in der Nacht zum 1. Juni 1921. Glücklicherweise konnte die Besatzung gerettet werden, die Überreste des hölzernen Segelschiffes befinden sich heute am Coquina Beach, einem öffentlich zugänglichen Strand.
Um die Gefahren des Küstenabschnitts zu mildern, positionierte man unzählige Leuchttürme entlang der "Outer Banks", der wohl bekannteste - und schönste! - befindet sich in Buxton auf Hatteras Island. Seine spiralförmige, schwarz-weiße Bemalung ist von weit her zu erkennen. Der Cape Hatteras Lighttower gilt inzwischen als Wahrzeichen der Outer Banks, sein Abbild ziert heute amerikanische 25-Cent Briefmarken. Mit 63 Metern ist er der größte Leuchtturm der USA - und weist noch eine weitere Besonderheit auf: bedroht von Sanderosion, verlagerte man ihn im Jahr 1999 von seinem ursprünglichen Standort einige hundert Meter ins Landesinnere. Erst 2000 wurde er wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. In diesem Jahr haben Touristen noch bis zum 11. Oktober die Möglichkeit, den Turm - der ein wahrer Besuchermagnet ist - zu besteigen und von der Aussichtsplattform den Blick über Land, Dünen und Meer zu genießen.