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Aleuten
Blutige Geschichte
Im Anschluss an die Alaska Peninsula erstrecken sich die Aleuten, eine Kette von etwa 70 Inseln, in einem Bogen von 2.500 km Länge zwischen der Beringsee und dem Pazifischen Ozean. Erstmals besiedelt wurden sie vor ungefähr 10.000 Jahren von sibirischen Nomaden, die - wie alle Generationen nach ihnen - eine hohe Anpassungsfähigkeit entwickeln mussten, um zu überleben. Die Witterungsverhältnisse sind seit jeher überaus unwirtlich: heftige Stürme, Regen, dichter Nebel und Kälte. Einzige Lebensgrundlage der Menschen war der Fischfang bzw. die Jagd auf Meeressäuger. Aufgrund des fehlenden Baumbestands (Tundrenvegetation) lebten die Aleuten in Erdbehausungen, die oft eine erstaunliche Größe hatten und mehreren Familien Platz boten. Entdeckt wurden die Aleuten 1741 von V. J. Bering. Die russischen Invasoren schafften es, die Bewohner der Inseln fast vollständig auszurotten: Sie wurden zur Pelzjagd versklavt, ermordet oder gingen an eingeschleppten Krankheiten zugrunde. Nicht weniger rigoros gingen amerikanische und englische Jäger ans Werk.
Der Verkauf Alaskas an die USA (1867) besserte die Lage nur vorübergehend. Im Zweiten Weltkrieg griffen die Japaner die Aleuten an, eine Schlacht, die auf beiden Seiten hohe Verluste forderte. Nach schweren Gefechten eroberten die Amerikaner die besetzten Inseln zurück, internierten aber die Bewohner in Camps im Süden des Landes und zerstörten ihre Siedlungen. Erst lange nach dem Ende des Krieges durften die Aleuten wieder zurückkehren. "The Forgotten War" heißt die Schlacht um die Aleuten in Amerika. Heute zählen die Aleuten ca. 8.000 Einwohner; Hauptstadt ist Dutch Harbor auf Unalaska. Wirtschaftlich bedeutend sind Fisch- und Pelztierfang. Es gibt mehrere Naturschutzgebiete auf den Inseln, die Heimat zahlreicher Seevögel und Säugetiere sind. So bietet die unberührte Wildnis des "Wood-Tikchik State Park" ausgezeichnete Möglichkeiten für Boots- und Angelausflüge.
Nördlich der Aleuten liegen die winzigen "Pribilof Islands", die einst von aleutischen Ureinwohnern besiedelt wurden. Russische Pelzhändler hatten sie hierhin gebracht, um die zahlreichen Robben zu jagen. Auch auf den benachbarten Inseln St. Paul und St. George sind noch Spuren der russischen Vergangenheit auszumachen. Heute stehen die Robbenbestände unter strengstem Schutz. Ausflüge zu den Inseln, wo auch ca. 200 Arten von Seevögeln nisten, können Sie per Flugzeug von Anchorage aus unternehmen.
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