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Kobuk Valley Nationalpark

Mit dem Kajak in die Sahara

Der 1980 gegründete Kobuk Valley Nationalpark hat eine Gesamtgröße von mehr als 7.000 qkm und gehört zu den "Northwest Areas" von Alaska. Der Nationalpark mit seiner unberührten Wildnis liegt ungefähr 50 km vom Polarkreis entfernt.

Besuch im Eskimodorf
In der Sprache der Eskimos bedeutet "Kobuk" soviel wie "großer Fluß". Das Quellgebiet des Kobuk-River befindet sich an den südlichen Hängen des Mount Arrigetch und fließt etwa 550 km, fast parallel zum Polarkreis, in Richtung Norden. Nach etwa 65 km trifft der Fluß, mit seiner schnellen Strömung, seinem kristallklaren Wasser und seinen Birken und Fichten bewachsenen Ufern auf einen unbenannten Nebenfluss, der am Walker Lake entspringt. Am diesem See beginnen die meisten Kanutouren. Das Gebiet in dem sich drei Canyons befinden gehört zu den spektakulärsten Flussregionen und reicht etwa bis zum Mauneluk River. Hier können Besucher nicht nur Kajak fahren sondern auch faszinierende Wanderungen durch die wunderschöne Natur unternehmen. Unterhalb des Mauneluk River wird die Strömung des Kobuk River langsamer und die Landschaft geht in eine hügelige Region über. Kurz vor der Küste bildet der Kobuk ein breites Delta, das schließlich in den Kotzebue Sund mündet. Bevor der Fluss seine Mündung erreicht, kommen Kajakfahrer an den Kobuk Sanddünen, die im Nationalparkgebiet liegen, vorbei. Denkt man sich die Umgebung weg und betrachtet man nur die riesigen Sanddünen, könnte man fast meinen, man befinde sich mitten in der Sahara. Am Kobuk River befinden sich die fünf Eskimodörfer Kobuk, Shungnak, Ambler, Kiana und Noorvik. Die Eskimos leben hier noch ganz ursprünglich von der Jagd und dem Fischfang, jedoch gibt es in jedem Dorf ein Geschäft in dem Lebensmittel und andere wichtige Utensilien gekauft werden können. Nur Alkohol ist hier nirgendwo zu bekommen. Alle Dörfer verfügen über eine Start- und Landebahn für Flugzeuge. Von hier aus werden die Fairbanks und Kotzebue angeflogen.

Aktivitäten
Zu den beliebtesten Aktivitäten im Nationalpark gehören die Besichtigung der Sanddünen und der Eingeborenensiedlung im Kobuk Valley. In der Siedlung, die etwa seit 1250 n. Chr. besteht, können Überreste aus der Eiszeit besichtigt werden. Außerdem eignen sich die Flüsse der Region hervorragend für Kanutouren und Angelausflüge. Kobuk ist berühmt für seinen großen Bestand an Sheefisch. Die Tierwelt besteht unter anderem aus Schwarz- und Grizzlybären, Wölfen, Luchsen, Füchsen, Biber, Enten und Gänsen.

Klima
Bis März sind die Temperaturen im Park noch sehr kühl. Winterkleidung sollte in jedem Fall noch zum Reisegepäck gehören. Im April gibt es schon einige mildere Tage, und die Monate Mai wie Juni bieten bereits viele sonnige, warme Tage. Leichte Übergangskleidung ist für den Frühsommer am Besten geeignet. Im November beginnen bereits die ersten Schneefälle. Im Dezember, Januar und Februar herrscht im Nationalpark tiefster Winter. Es fällt sehr viel Schnee.

Besucherinformationen
Der Kobuk Valley Nationalpark hat das ganze Jahr über geöffnet. Hauptreisezeit ist zwischen Juni und Oktober. Der Park ist nur per Flugzeug zu erreichen. Die nächst größere Stadt mit Flughafen ist Anchorage.

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